Innenhof St. Augustinusheim

Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes für das St. Augustinusheim in Ettlingen

Im Rahmen eines einjährigen Prozesses wurde ein umfassendes Klimaanpassungskonzept für die stationäre Jugendhilfeeinrichtung St. Augustinusheim in Ettlingen entwickelt. Ziel des Projekts war es, eine langfristig wirksame und nachhaltige Strategie zu erarbeiten, die den spezifischen Herausforderungen der Klimakrise auf lokaler Ebene begegnet und gleichzeitig die besonderen Anforderungen einer sozialen Einrichtung berücksichtigt.

Das St. Augustinusheim, als Teil der Wohlfahrtsgesellschaft „Gut Hellberg“ mbH, steht vor vielfältigen klimabedingten Risiken. Dazu zählen unter anderem zunehmende Hitzebelastungen, veränderte Niederschlagsmuster sowie häufigere Extremwetterereignisse. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf die bauliche Infrastruktur, sondern insbesondere auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der dort lebenden Jugendlichen sowie des Betreuungspersonals aus.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das entwickelte Klimaanpassungskonzept einen ganzheitlichen Ansatz. Es berücksichtigt sowohl bauliche und technische Maßnahmen als auch organisatorische und pädagogische Aspekte. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf naturbasierten Lösungen, die ökologische, ökonomische und soziale Vorteile miteinander verbinden. Dazu gehören beispielsweise die Begrünung von Außenflächen und Gebäuden, die Schaffung von Schattenbereichen, die Förderung der Biodiversität sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas.

Das Konzept orientiert sich an den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und integriert diese in die spezifischen Rahmenbedingungen der Einrichtung. Es bildet die Grundlage für eine systematische und langfristige Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen und ermöglicht eine strukturierte Weiterentwicklung der Einrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit.

Durch die Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes wird die Resilienz des St. Augustinusheims gegenüber den Folgen der Klimakrise deutlich gesteigert. Neben der Verbesserung der baulichen und infrastrukturellen Bedingungen trägt das Konzept maßgeblich dazu bei, ein gesundes, sicheres und zukunftsfähiges Lebens- und Arbeitsumfeld für alle Beteiligten zu schaffen.

Insgesamt stellt das Projekt einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen und klimaresilienten Entwicklung sozialer Einrichtungen dar und kann als modellhaftes Beispiel für vergleichbare Institutionen dienen.

 

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes wurde durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH gefördert. Die ZUG ist eine gemeinnützige Projektträgergesellschaft des Bundes, die seit dem Jahr 2018 im Auftrag verschiedener Bundesministerien tätig ist, insbesondere für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.